Kein Aufschwung weit und breit, aber die Baden-Württemberger konnten (durften) es nicht wissen

Am vergangenen Freitag morgen wartete ich gespannt auf die vom Statistischen Bundesamt für diesen Tag angekündigten neuen Zahlen zum Auftragseingang beim verarbeiteten Gewerbe. Es war zu erwarten, dass es nach den zwei starken Monaten November und Dezember eine deutliche Korrektur nach unten geben würde. Ein Minus von 4,5 Prozent hatten „Experten“ laut Handelsblatt erwartet.

Weiterlesen

Der drohende Ölpreisschock: Was man wissen sollte

Ob es wirklich einen Ölpreisschock im Gefolge des Irankrieges geben wird, wissen wir noch nicht. Es kann auch sein, dass sich die Lage nach einigen Tagen beruhigt, weil weder die USA noch Israel eine Ahnung haben, wie es weitergehen soll, wenn sie alle manifesten Ziele im Iran zerstört haben. Behält der Iran trotz der Angriffe die Fähigkeit, den internationalen Ölhandel massiv zu stören, kann es jedoch ganz anders kommen. Dann gibt es erneut das, was man üblicherweise eine Öl- und Gaspreisexplosion nennt. 

Weiterlesen

Mileis Argentinien: Realer Abschwung, weiterhin hohe Inflation und zunehmende Arbeitslosigkeit 

Es ist still geworden um Argentinien. Die europäische Mainstreampresse, die den Präsidenten mit der Kettensäge bei seiner Wahl euphorisch feierte, hüllt sich – zwei Jahre nach dieser Wahl – weitgehend in Schweigen. Vereinzelte Erfolgsnachrichten, wie sie beispielsweise die Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit noch im Dezember 2025 veröffentlichte, fanden vergleichsweise einen geringen Wiederhall. Das hat seinen Grund. Es gibt nichts zu feiern. Nach zwei Jahren wird zunehmend deutlicher, dass die Kettensäge nur Schaden angerichtet, aber nichts verbessert hat. Der libertäre Präsident, der mit Gewalt die laufende Verschuldung Schulden des Staates auf null reduzierte und dafür noch im Januar 2025 ein Extralob vom Internationalen Währungsfonds und der wirtschaftsliberalen Presse in Deutschland bekam, ist in jeder Hinsicht gescheitert.

Weiterlesen

Lars Klingbeils gesammelte Irrlehren

Lars Klingbeil hat in einem Interview mit der FAZ einen tiefen Einblick in seine Vorstellungswelt gegeben. Man merkt fast jedem seiner Worte an, wie sehr er sich in der FAZ-Welt wohlfühlt und folglich aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Doch die Wahl seiner Worte in fast allen seinen Antworten zeigt, wie sehr er genau den wirtschaftlichen Vorurteilen verhaftet ist, von denen sich die SPD längst hätte emanzipieren müssen.

Weiterlesen

Verliert Deutschland in der EWU an Wettbewerbsfähigkeit?

Es wird immer wieder gefragt, ob sich die Wettbewerbsposition Deutschlands im Vergleich zu den anderen Mitgliedern in der Eurozone in den vergangenen Jahren nicht verschlechtert hat, weil die Nominallöhne hierzulande doch deutlich gestiegen sind. Betrachtet man die Entwicklung etwa ab dem Jahr 2020, muss man konstatieren, dass Deutschland etwa gegenüber Italien und Frankreich zurückgefallen ist. Doch der Vergleich auf der Basis beliebig gewählter Ausgangsjahre ist irreführend. 

Weiterlesen