Verwaltungsgericht Koblenz: Die Grenzkontrollen in Europa sind rechtswidrig

Eine zweite Klatsche vor Gericht, aber keine Konsequenzen. Die Politik ignoriert die Rechtsprechung. Nach dem Verwaltungsgericht Berlin, das in einem Grundsatzurteil festgestellt hatte, dass die Zurückweisung von Asylbewerbern ohne Ansehen der Person rechtswidrig ist, hat nun das Verwaltungsgericht Koblenz ebenso grundsätzlich festgestellt, dass die Kontrollen innerhalb des Schengenraumes prinzipiell rechtswidrig sind, weil die Bundesregierung den von ihr behaupteten Notfall (in Sachen Zustrom von Migranten und Aufnahmekapazität) nicht nachweisen kann.

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Süddeutsche Zeitung: Nur die richtige Erzählung zählt

Wenn man verstehen will, was fundamental schiefläuft bei der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland, muss man nur die Kommentare in den Leidmedien lesen. Ein Leser hat mir gerade einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitunggeschickt, der typisch für die babylonische Verwirrung in Sachen Wirtschaft ist. In einem Kommentar von Kerstin Bund lernen wir, dass es den Menschen heute nicht an Einsicht fehlt, sondern an einer Regierung, die ihnen erzählt, was es am Ende der vielen Zumutungen zu gewinnen gibt.

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Rumänien, neue Krise, alte Erkenntnis: Osteuropa steckt in der Aufwertungsfalle

Wenn es eine Konstante in Osteuropa gibt, dann ist es der Mangel an Konstanz. Nirgendwo sonst gibt es so häufige Regierungswechsel oder verzweifelte Versuche, durch eine Neuwahl nach der anderen zu einer handlungsfähigen Regierung zu kommen. Eine eklatante Neuwahlserie hatte etwa Bulgarien hingelegt, bevor nach den Wahlen vor zwei Wochen wenigstens Hoffnung auf die Bildung einer handlungsfähigen Regierung besteht. Jüngster Fall ist Rumänien, wo eine erste im letzten Sommer gebildete Regierung zu Anfang dieses Jahres schon wieder auseinandergefallen ist und der Premierminister gestürzt werden soll. 

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Die Neoklassik ist inkonsistent und irrelevant

In der langen Serie auf Makroskop (hier die letzte Folge), die sich mit der Neoklassik auseinandergesetzt hat, ist vieles Richtige gesagt worden. Dennoch bleibt bei mir der Eindruck, dass die Kritik nicht weit genug ging und entscheidende Elemente nicht genannt wurden. Ich will daher versuchen, in drei kurzen Papieren den Kern der Kritik, so wie ich ihn sehe, noch einmal herauszuarbeiten. Ausführlicher und mit Literaturverweisen versehen findet man das alles in meinem letzten Buch aus dem Jahre 2024.

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