Makroskop hat fertig

Mit den Worten: „Es war schön! Vielleicht kommen wir wieder“, hat sich Makroskop gestern (vorläufig?) bei seinen Lesern verabschiedet. 

Damit ist der Versuch, ein Medium zu schaffen, das vielen Menschen einen Zugang zu relevanter Ökonomik verschafft und im großen Fluss der Mainstreammedien wirtschaftlich mitschwimmen kann, vorerst gescheitert. Das ist sehr schade!

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Ausgaben vor Einnahmen: die zentrale ökonomische (Trivial-)Logik

Wer hat nicht schon die Mahnung seiner (Groß-)Eltern gehört: „Gib nicht mehr aus, als du einnimmst.“ Diese Lebensweisheit klingt nicht nur vernünftig, sondern ist für die allermeisten Menschen sogar selbstverständlich. Was auf der Mikroebene für einen privaten Haushalt zumindest langfristig gültig sein mag, kehrt sich jedoch auf der Makroebene in sein genaues Gegenteil um. Die wahrscheinlich folgenreichste und am häufigsten missverstandene gesamtwirtschaftliche Wahrheit lautet: Ausgaben und Einnahmen sind gesamtwirtschaftlich immer gleich hoch, aber die Ausgaben gehen den Einnahmen stets voraus. Nicht umgekehrt.

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„40 Stunden ohne Lohnausgleich mit den Betriebsräten aushandeln“ –  Der Offenbarungseid der deutschen Wirtschaftspolitik

Wenn man einmal beispielhaft sehen will, wie hilflos deutsche Politiker auf die wirtschaftliche Krise reagieren, muss man sich das Ende eines Interviews von Ricarda Lang anschauen, das sie heute bei ntv geführt hat. Auf die Forderung zu einer Einführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich in der deutschen Automobilindustrie angesprochen, reagiert sie zunächst richtig und sagt, das sei eine Lohnkürzung. Doch dann gehen Frau Lang vollkommen die Argumente aus.

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Wo der Hausverstand triumphiert, ist die Volkswirtschaft verloren 

„Wir werden den Menschen etwas abverlangen müssen“. Dieser Satz des Bundesfinanzministers vom vergangenen Wochenende zeigt die Konfusion, die von diesem Land Besitz ergriffen hat, in voller Schönheit. Weil es uns schlecht geht, müssen wir den Gürtel enger schnallen. Der Hausverstand, so nennt man die Logik der schwäbischen Hausfrau in Österreich, hat klare Vorstellungen davon, was in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation zu tun ist. Der Hausverstand sagt dem Familienoberhaupt, dass man nicht darauf warten kann, bis die schwierigen Zeiten vorbei sind, sondern dass man das tun muss, was man als Familie oder als kleines Unternehmen nun einmal tun kann: Den Gürtel enger schnallen und darauf hoffen, dass sich auf diese Weise die Krise aussitzen lässt.

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