n diesen Tagen kann man gut beobachten, wie ein falsches Verständnis ökonomischer Prozesse enorme politische Konflikte nach sich zieht. Die Zölle, die Europa, angetrieben von der Europäischen Kommission und ihrer Chefin Ursula von der Leyen, auf chinesische E-Autos erheben will, zeigen wieder einmal, dass die moderne Politik enormen Schaden anrichtet, weil die Politiker die Systeme, in die sie eingreifen, nicht einmal im Ansatz verstehen.
WeiterlesenDie Unfähigkeit zur Solidarität
Die Sonntagsreden für den großen Dienstag sind schon geschrieben. Am 3. Oktober werden wir sie aus ungezählten Politikermündern hören müssen. Mit Verve und mit Inbrunst werden sie versuchen, uns weißzumachen, was nun mal nicht weiß ist und auf absehbare Zeit auch nicht weiß sein wird. Die große Solidarität des Westens werden sie beschwören und die immense Leidensbereitschaft des Ostens. Wie viel doch erreicht wurde und wie vieles heute besser ist, wird uns der Refrain der Reden sagen. Welch‘ historische Rolle die Politik dabei gespielt hat, wird ihr Credo sein. Sie werden Bilanzen der Einheit aufstellen und per Saldo Gewinn ausweisen. Sie werden Kosten und Nutzen abwägen und Letzterem das Übergewicht geben. Sie werden im Durchschnitt der Bevölkerung Dankbarkeit im Osten und Freude im Westen feststellen und einfordern, und sie werden all jene der Vaterlandslosigkeit beschuldigen, die diese Litanei nicht mitsingen mögen.
WeiterlesenInvestitionen, Produktivität und Konjunktur: Warum der ökonomische Mainstream versagt
Wie schon vor einigen Wochen erwartet, hat sich die Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute, die gerade erschienen ist, nunmehr entschlossen, der wirtschaftlichen Wirklichkeit ins Auge zu blicken und anzuerkennen, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer tiefen Krise befindet. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt dürfte dieses Jahr nur ungefähr 1,4 Prozent über dem von 2018 liegen. In den Jahren 2023 und 2024 ist gesamtwirtschaftlich nicht mehr als Stagnation zustande gekommen, im Verarbeitenden Gewerbe herrscht seit 2 ½ Jahren offene Rezession.
WeiterlesenBuchvorstellung per Zoom
Am 12. 11. um 18 Uhr werde ich im Rahmen einer Veranstaltung der Gemeinwohlakademie in Wien mein Grundlagenbuch online vorstellen. Die Einladung zu der Veranstaltung und die Einwahlmodalitäten findet man hier.
WeiterlesenEin Interview mit Dorian Baganz vom „Freitag“
findet man hier.
WeiterlesenEin weiteres Gespräch über Afrika und die Folgen einer falschen Ökonomik
findet man hier.
WeiterlesenDer Goldesel und die Deutsche Bundesbank
Die Deutsche Bundesbank ist wirklich arm dran. Weil sie an der EZB beteiligt ist und die EZB „Bilanz-Verluste“ macht, hat sich auch die wirtschaftliche Lage der Bundesbank erheblich „verschlechtert“. Das stellt jedenfalls der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, fest.
WeiterlesenÖffentlich-Rechtliche Desinformation
„Wirtschaft vor acht“ in der ARD ist schon lange eine Zumutung für alle Menschen, die ein wenig von Wirtschaft verstehen. Doch in der vergangenen Woche übertraf diese Sendung sich selbst. Markus Gürne, studierter Rechtswissenschaftler, nutzte seine drei Minuten für total unfundierte Aussagen über Haushaltsgleichgewichte und für einen Angriff auf chinesische Handelsüberschüsse. Praktisch …
WeiterlesenGibt es eine zweite Ökonomik?
Albrecht Müller hat auf den Nachdenkseiten kritisiert, ich hätte in meinem Buch eine Richtung der Ökonomik übersehen, die er „Theorie der Marktwirtschaft“ nennt oder welfare economics, die vor allem mit dem Namen Vilfredo Pareto verbunden ist. Offenbar vermutet er, es gebe eine Mikroökonomik, die vollkommen neoklassisch ist, und dazu eine Makroökonomik, die sich aus ganz anderen Quellen speist. Das ist ein gravierendes Missverständnis.
WeiterlesenInstitute und Investitionstätigkeit: Wie man sich irrt, wenn man einer falschen Theorie anhängt
Es ist schon erschreckend, die neuesten Prognosen von drei großen Wirtschaftsforschungsinstituten kommen einheitlich zu dem Ergebnis, dass in diesem Jahr die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen dramatisch einbrechen werden, nämlich um satte 7,2 Prozent (IFW Kiel und ifo München) bzw. um 6,3 Prozent (DIW Berlin). Das ist mehr als erstaunlich, waren es …
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